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Lederhosen, Weißwürste, das Schloss Neuschwanstein und schneebedeckte Alpen: Wer Bayern beschreiben will, kommt schnell auf diese Attribute. Aber ist das wirklich alles?

Unschöne Einfallstraßen, Großstadt-Tristesse und betonverbaute Vorstädte gibt es in Bayern wie anderswo in Deutschland. Aber es gibt ebenso unberührte Natur wie in keinem anderen Bundesland. Das Alpenpanorama mit Deutschlands höchstem Berg, der Zugspitze, und die Felskulisse der Fränkischen Schweiz prägen Bayerns Gesicht ebenso wie die Flussauen um Donau und Main und Oberbayerns Seenplatte mit Chiemsee, Tegernsee, Königs-, Ammer- und Starnbergsee.

Hochdeutsch ja - aber Dialekt

Bayern ist das Bundesland, in dem es die meisten landwirtschaftlichen Betriebe gibt. Mehr als 300. 000 Menschen arbeiten noch in der Landwirtschaft. Auf dem Land sind die Dorfgemeinschaften mit ihrer von alters her gewachsenen Struktur oft noch intakt, und auch wenn das Interesse bei jüngeren nachlässt - noch immer gehören Tracht und Volksmusik zum Dorfleben dazu. Außerdem ist in keinem Bundesland die Lust am Dialekt so unbändig wie unter den Bayern. Und Lust am Dialekt heißt: Lust an differenzierter Sprache, an Bayerisch, Schwäbisch, Fränkisch.

Lederhose ja - aber dazu Laptop

Doch als hinterwäldlerische Träger von Dirndl und Krachlederner ohne Hochdeutschkenntnisse wollen sich die Bayern zurecht nicht sehen. Laptop und Lederhose - den Slogan verwendet Bayern mittlerweile gerne zur Selbstvermarktung, denn er suggeriert, dass in jüngster Zeit fest verwurzelte Tradition zusammen mit moderner Spitzentechnik eine harmonische Beziehung eingegangen sind. Tatsächlich arbeiten mehr als zwölf Prozent aller Beschäftigten im Freistaat in der Hochtechnologie - ein Spitzenwert im europäischen Vergleich. Namen wie Siemens, EADS oder BMW stehen für hochmoderne Entwicklungen. Trotzdem ist Bayern auch Agrarstaat geblieben. Immer noch wird mehr als die Hälfte seiner Fläche landwirtschaftlich genutzt. Immer noch ist Bayern ist Bayern der größte Nahrungsmittel-Produzent in Deutschland. Und noch immer drückt die Land- und nicht die Stadtbevölkerung Bayern den politischen Stempel auf.

Wählen ja - aber immer die Gleichen

In Bayern wird in der Regel tiefschwarz gewählt - man sieht sich konservativ. Nach 1945 gab es bis heute nur einen einzigen Ministerpräsidenten in Bayern, der nicht der christlich-konservativen CSU, sondern der sozialdemokratischen SPD angehörte: Wilhelm Hoegner. Seit 1954 hat es keine Partei mehr zu einem nennenswerten Stimmanteil mehr gebracht. Und so wird den Bayern nachgesagt, dass ihr Land eigentlich immer eine Monarchie geblieben ist - und das, obwohl der letzte bayerische König 1918 abdanken musste.

 

Am 21. 06. 2009 wurde die FREIE UNION in München gegründet.

 

Quelle: www.dw.de | bearbeitet von Admin FREIE UNION