Die 17 UN-Gebote

Kommende Woche treffen sich die 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen bei der Weltkonferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Addis Abeba. Dort soll über Geldquellen zur Bekämpfung von Hunger, Epidemien, Armut und Ressourcenknappheit beraten werden. Das ist erst der Auftakt für das Super-Entwicklungsjahr 2015. Schon im September folgt der UN-Gipfel zur Nachhaltigkeit in New York, im Dezember die UN-Klimakonferenz in Paris. So viel Bemühen einer angespannten Welt um eine gemeinsame Sache war selten.

Ein Gipfel wird dem anderen folgen und die Frage: „Was bringt es“, ist berechtigt.

Wurden nicht schon allzu oft Gipfelziele gesetzt und später nicht eingehalten, mögen sich so manche Bürger fragen  - und das nicht nur bei uns.

Eines der umfassendsten Programme (SDGs) wird die UN hier in Angriff nehmen. Es wurde von Experten und Diplomaten im Gespräch mit der Zivilgesellschaft formuliert. Ein Versuch, Ökologie, Ökonomie und soziale Werte zusammenzuführen. Diese drei Dimensionen, deren Widersprüche Elend und Krisen auslösen, z. B. in Gestalt von Entwaldung, Landkonflikten und Massenflucht können nur gemeinsam global angegangen werden. Um die Probleme zu lindern bedarf es großer Anstrengungen und gewaltiger Einsichten aller Nationen, bisher falsche politische und gesellschaftliche Entwürfe aufzugeben um dadurch zur Rettung unseres Planeten beizutragen.

Die Einigung wäre auch deshalb ein Erfolg, weil mit den SDGs zugleich die historisch eingefahrenen, hierarchischen Rollen der Entwicklungshilfe passé wären. Denn künftig wären nicht nur arme "Nehmerländer" gezwungen, sich zu verändern. Auch die reichen "Geber" müssten sich darauf verpflichten, ihr Leben und Wirtschaften zukunftstauglich auszurichten. Die SDGs machen alle Nationen zu Entwicklungsländern, ist heute in „Zeit online“ zu lesen.

Die Forderungen betreffen vorrangig die Aufgabe, dass eine gesunde Nahrung, Bildung sowie Gesundheit für alle gewährleistet wird  – nicht nur in Somalia, sondern ebenso in den USA oder Deutschland. Globale Handels- und Migrationsgesetze sollen die Ungleichheit auch zwischen den Staaten verringern. Die Wohlhabenden sind aufgefordert, ihren Konsum ressourcensparend zu überdenken.                                                                                                                              Hierzu wurden 169 Überprüfungskriterien zur Messlatte erklärt die auch für Zwischenbilanzen hergenommen werden, um Erfolge schnell sichtbar zu machen oder Misserfolge überprüfbar werden lassen.

Ziel ist es, 2030 die dringlichsten Probleme gelöst zu haben. Der Waldschutz soll schon 2020 sichtbare Erfolge zeigen.

Es sind 8 Kernprobleme, die vorrangig beseitigt werden müssen:

1. Armut und Hunger

2. Kindersterblichkeit

3. Müttersterblichkeit

4. Bildung

5. Krankheitsbekämpfung

6. Lebensbedingungen

7. Gleichberechtigung

8. Globale Entwicklungspartnerschaft

 

http://www.zeit.de/2010/38/GSP-Millenium-Goals

 

Wer wollte dem widersprechen, dass es hier einer dringenden, positiven Veränderung bedarf.

So utopisch die neuen Nachhaltigkeitsziele der UN auch klingen mögen, sie wären von großem Wert für die Weltbevölkerung. Egal ob es um Steuergerechtigkeit geht, den Schutz der Arten oder der Meere: Keine Regierung könnte sich mehr untätig zurücklehnen, ohne dass ihr das immer wieder vor aller Welt vorgehalten würde. Sich zu engagieren, hohe Investitionen in Nachhaltigkeit einzubringen, tut politisch weh trägt aber zum Ansehen der Völker bei, die es tun!

Die ständig wachsende Zahl von Protestorganisationen, die sich für die Einhaltung der 17 Gebote einsetzen, könnte auf die überbürokratisierte UN den notwendigen Druck ausüben, dass die Gebote realisiert werden und nicht wieder im ewigen Gerangel um den größten Vorteil zu versanden.

Die FREIE UNION wird sich auf jeden Fall mit ihrer politischen Ausrichtung und ihrem Engagement für die Umsetzung der UN-Gebote einsetzen.

Unsere Devise lautet immer: „Da kann man auch als Einzelner etwas tun und in einer politischen Vereinigung, ohnehin!      

 

Autorin: Helga M. Hummel

Bildquelle: Rettungsring (H. M. Hummel)

Textquellen: "Zeit online"