Spenden-Hilfsaktion für die Makà-Indianer

Maká-Indianer, Bildquelle deutsch.oipic.de
Maká-Indianer, Bildquelle deutsch.oipic.de

 

 

 

Vor einiger Zeit erreichte die FREIE UNION eine Email von Christa und Bernd Zimmermann - ein deutsches Ehepaar - das in Atyra, Paraquay lebt.

Sie baten die Freie Union und andere Parteien, sowie Firmen  und Privatleute um Sachspenden für eine private Hilfsaktion, die sie für die Makà-Indianer ins Leben gerufen hatten. Es erschien uns richtig zu sein, dieses beispielhafte Engagement der Zimmermanns zu unterstützen und sammelten in unseren Familien Gegenstände und Kleidungsstücke ein, die wir in 2 großen Paketen nach Praquay schickten. Für die FREIE UNION steht, immer der Mensch im Mittelpunkt und es spielt dabei keine Rolle in welchem Land er lebt.

Der nachfolgende Bericht, den wir aus Paraquay erhielten, zeigt auf, welche großartige Leistung hier von vielen Menschen erbracht wurde. Aber es braucht zuerst Initiatoren, die weder Arbeit noch Mühe scheuen  und gegen alle Widerstände einfach "helfen" wollen. Für dieses Engagement bewundern wir Christa und Bernd Zimmermann und danken ihnen für ihre Menschlichkeit:

 


Abschlussdokumentation – Spendenaktion für die Maká-Indianer in Paraguay

 

Im Juli 2013 haben wir eine kleine Spendenaktion für die Maká-Indianer in Paraguay und für einige

kleine Schulen rund um unseren Wohnort Atyra gestartet.

Zu Beginn erhielten wir eine „Anschubunterstützung“ von Bayern München und Werder Bremen, die uns

jeweils unzählige neue und gebrauchte Trikots, Stutzen, usw. zur Verfügung gestellt haben.

Nach der Verteilung dieser Spendengüter und dazu noch vieler eigener und von Freunden aus Paraguay

gespendeter Kleidungsstücke, kamen wir zu dem Schluss, uns auf die Ärmsten zu konzentrieren, um uns

nicht zu verzetteln. So haben wir uns dann ausschließlich auf die Maká-Indianer konzentriert und dazu

noch eine besonders arme Schule am Rande von Atyra unterstützt.

Wir bekamen Sachspenden von sehr vielen Freunden, Verwandten und Bekannten aus Deutschland,

Österreich und Liechtenstein, dazu von vielen Sportverbänden und –vereinen, Parteien sowie

Unternehmen. Insgesamt konnten wir die Indianer mit ca. einer Tonne Spendengüter unterstützen.

Beispielhaft seien nur folgende Sportvereine und –verbände, stellvertretend für alle anderen, genannt:

Bayern München, Werder Bremen, TV Rottenburg, Schalke 04, Fortuna Düsseldorf, SC Freiburg, 1880

Frankfurt, Deutscher Fußballbund, Fußballverband von Liechtenstein, FC Memmingen, TSV

Wasserburg, Kölner Haie, usw. Besonders ist auch das Engagement von Rapid Wien hervorzuheben, die

uns mit insgesamt ca. 100 Kg meist neuen Trikots, Fußballschuhen, Trainingsjacken und -hosen,

Sweatshirts, Stutzen, Regenjacken, usw. unterstützt haben und die Indianer auch in Zukunft unterstützen

werden.

Auch viele Parteien haben uns nicht nur zu dem Projekt gratuliert, sondern auch Hilfsgüter geschickt. Das

waren z.B. die SPD, Die Linken, Bündnis 90/Die Grünen und die Bundesvorsitzende der Freien Union

aus Deutschland sowie Die Grünen und das Team Stronach aus Österreich.

Viele namhafte Unternehmen aus Deutschland stellten ebenfalls Hilfsgüter zur Verfügung. Hier seien nur

Engelbert-Strauss mit ca. 190 Kg neuer Kleidung, MAN, Stabilo Schwan, die Geschäftsführerin des

Zeitarbeitsunternehmen Aventa aus Berlin oder die Deutsche Post/DHL (20 Freipakete à 10 Kg nach

Paraguay) genannt.

Auch das Fürstenhaus von Liechtenstein unterstützte uns stark mit Hilfsgütern, die über das Hilfswerk

geschickt wurden.

Ganz bedeutsam war und ist die Unterstützung von vielen sehr hilfsbereiten Menschen aus Deutschland

und Österreich, die privat Dinge geschickt haben. Hier soll nur als Beispiel ein sehr bekannter

österreichischer Schauspieler (Schindlers Liste, Das Boot) genannt werden, der sich neben vielen anderen

stark engagiert oder ein ehemaliger Geschäftspartner und eine Freundin, die uns finanziell unterstützten

und so den Transport vieler gesammelter Umzugskisten voller Kleidung und den Kauf von insgesamt 84

dicken Wolldecken für die Indianer und von Schreibwaren für die Indianerkinder erst ermöglicht haben.

Vielen Dank möchten wir hier sagen – von uns und natürlich in erster Linie im Namen der Maká-Indianer

an die vielen privaten Spender, an die guten Freunde und Bekannten, an die Parteien, Vereine und

Verbände, an alle, die uns aktiv unterstützt haben. Durch die vielen Spendenartikel konnte zum einen der

Lebensstandart der Indianer etwas verbessert, vor allem aber konnten sicherlich viele Indianerkinder,

Babys und auch Erwachsene vor Erkältungskrankheiten bewahrt werden.

Ganz herzlich möchten wir auch unserer Familie danken, die in Deutschland riesige Umpack- und

Versandaktionen durchgeführt hat. Und wenn man sieht, dass Kinder, wie unser Enkel und seine Freunde

und Freundinnen einen Teil ihrer eigenen Plüschtiere und andere Spielzeuge aus eigenem Antrieb den

armen Indianerkindern geschenkt haben, ein kleines Mädchen ihre Gehhilfen, die sie nicht mehr

benötigte, spontan zu den Spendengütern für die Indianerkinder gegeben hat, oder wo bei etlichen

Spendern die ganze Familie gemeinsam beraten hat, was man den Indianern schicken kann und dann

gemeinsam die Pakete gepackt hat, dann war diese kleine Spendenaktion gleich doppelt erfolgreich.

Großen Dank sagen möchten wir auch all denen, die sich ebenfalls beteiligen wollten, dies nun aber auf

Grund aktueller Ereignisse nicht mehr tun können. Diese Ereignisse zwingen uns nunmehr, unser

Hilfsprojekt mit Sachspenden für die Maká-Indianer in Paraguay zu stoppen.

Gegenwärtig gibt es massive Probleme mit dem Zoll von Paraguay.

Offiziell heißt das beim Zoll, dass wir schon so viele Pakete erhalten haben, so dass wir nun nichts mehr

bekommen dürfen ohne ganz „spezielle Nachweise“, dass es sich auch wirklich um Spendengüter handelt.

Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben wir kein Schmiergeld an Zoll oder Post gezahlt. Mehr können und

wollen wir dazu aus Gründen der persönlichen Sicherheit nicht schreiben.

Diese „speziellen Nachweise“, die man nun verlangt, ändern sich allerdings täglich. Mal will man ein

übersetztes und vom Konsulat beglaubigtes Schreiben der Spender für jedes einzelne Paket, das hier

eingeht. Ein andermal hätten wir eine Stiftung gründen müssen, weil angeblich Privatpersonen keine

Spendengüter sammeln dürfen….

Ganz gleich, welche Nachweise wir auch liefern würden oder auch im Falle der Gründung einer Stiftung

– man wird immer neue Hürden vor uns aufbauen, Gründe siehe Vorgenanntes.

Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass wir ein Benefizkonzert oder ein Benefizfußballspiel/-turnier in

Deutschland oder Österreich initiieren. Ein großes deutsches Unternehmen hatte sich spontan nach

unserer letzten Information über das Ende der Sachspendenaktion schon als Sponsor zur Verfügung

gestellt. Wir wollen internationale Hilfsorganisationen kontaktieren und auch Regierungen.

Ob uns dies alles gelingt, wissen wir noch nicht. Wir werden es aber versuchen, denn die Maká-Indianer

brauchen jetzt Hilfe dringender denn je. Sie erhalten das ihnen gehörende Land oder zumindest große

Teile davon zurück, Land, welches ihnen 1985 von der Stroessner-Diktatur geraubt worden ist.

Deshalb wollen wir nun versuchen, einige Finanzmittel aufzutreiben, damit die Indianer dort wieder

Häuser bauen, Saatgut kaufen, sich eine Lebensgrundlage schaffen können, usw.

Vielleicht gelingt uns ja noch etwas.

Von dem Rest einer Geldspende eines ehemaligen Geschäftspartners werden wir noch tausende Meter

Stacheldraht zur Umzäunung ihres zurückerhaltenen Landes kaufen, dazu Macheten, um das Strauchwerk

zu entfernen, Spaten usw.

Nachfolgend einige Fotos der diversen Spendenübergaben. Durch die Vielzahl der verschiedenen

Spenden und Spender können wir hier nur beispielhaft einige Fotos zeigen.

Das Lachen auf den Gesichtern der Indianer war und ist echt. Diese Menschen haben sich ganz riesig

über die Spendengüter gefreut und über die Tatsache, dass es in Europa so viele hilfsbereite,

uneigennützige Menschen gibt, die sich für die Indianer einsetzen.

Auch wir können noch viel von den Indianern lernen. Das Gemeinschaftsgefühl, der Familiensinn ist bei den Indianern sehr stark ausgeprägt. Auch sind sie stets hilfsbereit und immer freundlich und höflich, nicht nur, weil sie etwas bekommen möchten.

Und mit der Zeit bildeten sich regelrechte Freundschaften heraus.

 

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Fotos von der Spendenübergabe an die Makà-Indianer
Spendendoku Maká-Indianer.pdf
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