Wann kommt der Crash?

Achtung Crash!
Achtung Crash!

Was die deutsche Fußballmannschaft angeht, konnte sie einen Crash bis jetzt erfolgreich verhindern und steht gut da!

Ist es ein Spaßkiller, wenn zwei junge Autoren (Matthias Weik & Marc Friedrich) mitten im Sommer 2014 und dann noch während der Fußballweltmeisterschaft ein Buch mit dem Titel: „Der Crash ist die Lösung“, auf den Markt bringen?

 

 


Es war aber schon in der Antike so, die Propheten finden kein Gehör, bis eben der Crash vor der Türe steht.

Die FREIE UNION hat keinen Grund für ein bestimmtes Buch zu werben, denn unsere Meinungsbildung hat viele, verschiedene Quellen. Zitieren möchten wir aber dort, wo wir meinen, dass jemand die harte, ehrliche Wahrheit spricht, um dadurch Schlimmeres zu verhindern.

Etwas gruselig wird einem schon zumute, wenn man liest, dass der finale Kollaps kommen wird. Die wahren Ursachen der Finanzkrise sind keineswegs beseitigt. Die Krisengewinner sind die Finanzindustrien, obwohl sie die Krise verursacht haben. Wir alle wissen, dass schon wieder bedenkenlos mit gigantischen Geldsummen herumjongliert wird. Die Jongleure kümmert es wenig, wo das hinführt, notfalls werden sie ja von uns allen gerettet.

Da kann die Bundesregierung, allen voran Wolfgang Schäuble noch so überzeugend von einer guten Konjunktur, 0-Schuldenaufnahme und einer rosigen Zukunft für Deutschland sprechen. Schlichtweg - wir sollten ihm nicht glauben, denn diese Beschwichtigungen dienen der oberflächlichen Schadensminimierung bei maximalem Schaden anlässlich der größten Insolvenzverschleppung in der Geschichte der Menschheit. Die Vernichtung unseres Wohlstandes durch dauerhaft niedrige Zinsen sowie Enteignung unserer Ersparnisse und Lebensversicherungen, sobald das System kollabiert, nimmt ihren Lauf.

Die ersten Warnhinweise, dass uns der Crash latent im Nacken sitzt, erleben wir in den letzten Tagen am Beispiel von Argentinien. Schon einmal, 2001 hat dieses Land durch einen katastrophalen Finanzcrash alles verloren. Ähnliches bahnt sich bereits schon wieder an und auch wir Europäer sind vor solchen Katastrophen nicht sicher.

Die Banken haben durch die Krise zurecht einen schlechten Ruf bekommen. Einige wenige bemühen sich zurzeit heftig durch das Angebot der Honorarberatung um ein seriöses Image. Etliche davon wollen nach dem vorhersehbaren Crash dazu beitragen, dass die Finanzwelt und die Gesellschaft wieder gerechter werden, so ihr Versprechen.

Wann kommt der totale Finanzcrash? Niemand weiß es genau! Deshalb wagen sich europäische Politiker, besonders aus der sozialdemokratischen Ecke schon wieder aus der „Reue-Versenkung“ und fordern das sinnlose Spiel auf Zeit. Sie liebäugeln mit problemloser Neuverschuldung bei Krisenländern auf niederem Zinsniveau. Aber auch dieses Geld wird irgendwann einmal zurückbezahlt werden müssen, was wenn es nicht vorhanden ist?

Die Schulden sind weltweit in Form von Anleihen auf 100 Billionen Dollar gestiegen, das sind 43 Prozent mehr als beim Ausbruch der Finanzkrise. Das kann und darf nicht so weitergehen.

Panikmache ist hier fehl am Platze. Die FREIE UNION glaubt an die Fähigkeit der Menschen, aus Krisen zu lernen. Das haben sie in der Vergangenheit schon sehr oft bewiesen. Es muss dringend bei ALLEN ein realistischer Kassensturz vorgenommen werden. Von den Staaten, der Finanzwirtschaft und von jedem einzelnen Bürger persönlich. Denn wir alle sind Teil der Lösung.

In jeder Krise liegt auch immer eine Chance. Das ist nicht neu. Jeder wird etwas abgeben oder aufgeben müssen - auch von seinem Standard und Wohlstand um ein faires und menschliches Geld- und Wirtschaftssystem zu installieren. Aus der bitteren Erfahrung der Krise heraus muss ein neuer, anderer, gesünderer und organisch gewachsener Wohlstand entwickelt werden, der sich nicht nur auf Börsengewinne stützt, sondern sich durch nachhaltiges Handeln der Menschen entwickelt.

Vorerst schwelgen diverse Prognoseinstitute aber wieder in Wachstumserwartungen. So schreibt das Handelsblatt heute in seinem Morningbrief:

 „Geht es nach dem renommierten Forschungsinstitut Prognos, steht Deutschland vor dem nächsten Wirtschaftswunder. Zwischen 2020 und 2030 soll uns eine Neuauflage der "Goldenen Zwanziger" bevorstehen, heißt es im aktuellen Deutschland-Report, der dem Handelsblatt exklusiv vorliegt (na toll, man weiß ja heute, was nach den Zwanzigern folgte). Allerdings: Danach geht es wegen der demografischen Entwicklung nur noch bergab. Man kann nur hoffen, dass in diesem Fall Mark Twain recht behält: "Prognosen sind eine schwierige Sache. Vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen."

 Auf Prognosen ist also kein Verlass, weder in die eine noch in die andere Richtung, der Wandel muss von den Bürgern ausgehen. Die FREIE UNION meint, dass diejenigen, welche sich frühzeitig gegen den prognostizierten Chrash wappnen und auf bewährte Werte zurückbesinnen und nach alter Kaufmannssitte ein durch Sachwerte gedecktes Geldsystem anstreben, sind nicht spießig und rückwärtsgewandt, sondern ausgesprochen klug und weitschauend.

 

Autorin: Helga M. Hummel

 

Link-Quelle: SWR1, Leute night

http://swrmediathek.de/player.htm?show=d66a8de0-f56b-11e3-a8b4-0026b975f2e6

 

Bildquelle: www.pixelio.de

 

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