Die Vermögensverteilung in Deutschland

Bildquelle "pixelio"
Bildquelle "pixelio"

Am 1. Februar 2014 fand in der altehrwürdigen Burg in Nürnberg, in den sehr gut ausgestatteten Räumen der Jugendherberge die dritte, offene Tagung im Rahmen der FREIE UNION-Tournee statt.

Die FREIE UNION-Tournee wird seit 2013 in regelmäßigen Vortragsreihen zu wichtigen politischen Themen in

ganz Deutschland angeboten. Der Besuch dieser Veranstaltungen steht allen Interessierten offen.

In einem Statement zu PPP, Politik · Parteien · Personen stellte die Bundesvorsitzende FREIE UNION,

Helga M. Hummel die besondere Vernetzung und gegenseitige Abhängigkeit und Ergänzung dieser drei

Bereiche dar.

 

 

 

 


Anschließend gelang es Dipl. Ing. Friedrich Müller, die Zuhörer mit seinem Vortrag zur „Vermögensverteilung in Deutschland“ in den Bann zu ziehen.

Seiner persönlichen Vision folgend, dass alle Bürgerinnen und Bürger in Wohlstand leben könnten,

zeigte F. Müller in seinem Vortrag, nach einer kritischen Analyse des IST-Zustandes in unserer

Gesellschaft - Lösungsansätze auf, welche sich auch auf die FREIE UNION Kleeblatthemen bzw. das Parteiprogramm beziehen und zu allgemeinem Wohlstand führen können. In Stichworten erklärte

F. Müller zunächst worum es ihm geht und zitierte die berühmte Aussage von Ludwig Erhard:

„Wohlstand für Alle“,

gemeint war die Teilhabe durch Arbeit, Vollbeschäftigung und Konsum. Die Nachkriegsjahre des vergangenen Jahrhunderts waren geprägt durch die wenigen, arbeitsfähigen Menschen und extremem Nachholbedarf bei allen Konsumgütern. Im Gegensatz dazu haben wir heute mehr arbeitsfähige Menschen als zur Verfügung stehende Arbeitsplätze. Es ist ein permanenter Schwund von Arbeitsplätzen durch Produktivitätszuwachs und Automation zu verzeichnen.

Zum „Arbeiten“ werden immer weniger Menschen benötigt, jedoch immer mehr für den Konsum. Daher ist die Erweiterung der EU mit der Öffnung neuer Märkte zwingend geboten. Wachstum um jeden Preis? Sobald die räumliche Erweiterung (z. B. Wende) zum Stillstand kommt ist ein Konsumwachstum nur noch durch Vergrößerung des Prokopfeinkommens möglich.

Der Ruf nach einem „Grundeinkommen“ wird daher immer lauter und es werden bereits verschiedene Modelle diskutiert. Die Frage stellt sich: „Wer soll das bezahlen?“ Der arbeitende Nachbar jedenfalls nicht! Wie sieht die Geldschöpfung zur Zeit aus? Tatsache ist, jedes Geld in der EU ist ein Kredit.

Die EZB produziert das Geld, die Banken verteilen das Geld, der Staat und alle Bürger erhalten ihr Geld von den Banken. Es gibt keine Verfügungsgewalt des Staates über zinsloses Geld. Der EZB-Zins beträgt 0,25 %, der Bankzins für Staaten mind. 2,5% und der Bankzins für Bürger 2,5-15%. Ab Mitte der 60-iger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden Gehaltskonten eingeführt.

Es entstand eine explosionsartige Vermehrung der Geldmengen. Die Eigenkapitaldeckung bestand und tut es noch jetzt - nur noch aus 1%. Die so entstehende Verschuldung führte dazu, dass die Zinsen bis in die Gegenwart hinein nicht mehr erwirtschaftet werden konnten. Führte früher 1 Dollar Kreditaufnahme zu 3 Dollar Wachstum, sind es heute nur noch wenige Cents. Steht am Ende der Spirale etwa eine Währungsreform? Die Laufzeit für eine schuldgetriebene Währung werden auf ca. 70 Jahre geschätzt. Diese Zeitspanne ist bereits abgelaufen. Die Menschen sorgen sich zurecht um Ihre Zukunft.

Viele Artikel im Internet befassen sich mit der Problematik eines Demokratischen Geldes. Eine Reihe von lokalen Geldalternativen sind bereits eingeführt. Im Kreis Stormarn in dem F. Müller beheimatet ist, kennt man z. B. den „Kannwas.“

In Teilen der Südsee wird das traditionelle Muschelgeld von Banken als völlig normales Zahlungsmittel akzeptiert. Viele Menschen haben die Notwendigkeit erkannt, dass die Macht des Geldes gebrochen werden muss. In einem Freundeskreis, der sich mit der Wertschöpfung des Geldes befasst und dem F. Müller zugehört, wurde eine Vorstellung für demokratisches Geld entwickelt, der den Umtausch 1:1 möglich macht. Dort ist man der Meinung dass ein Grundeinkommen um die Grundversorgung und die Teilhabe am Konsum zu gewährleisten, möglich und realisierbar ist.

Noch etwas ungewohnt aber verlockend hören sich die Vorschläge zu den Vorteilen eines Grundeinkommens an: Keine Steuern, keine Abgaben für Krankenkassen und Renten.

Keine Schwarzarbeit, kein Schwarzgeld.

Keine Notwendigkeit für öffentliche Überwachung.

Keine Beschaffungskriminalität.

F. Müller unterstrich seine Ausführungen durch umfangreiches, statistisches Material, das dem Publikum verdeutlichte, dass bei der Geldpolitik ein ernsthaftes und notwendiges Umdenken stattfinden muss, um der Bevölkerung einen lebenswerten Wohlstand zu sichern bzw. ihn überhaupt erst entstehen zu lassen.

 

Die FREIE UNION wird die Vortragsreihe zum Finanzsystem bei einer der nächsten „Offenen Tagungen“ fortführen und die Termine im Terminkalender rechtzeitig ankündigen.

 

Der Bundesvorstand FREIE UNION

zurück zu aktuelle Meldungen